Donnerstag, 5. Mai 2011

Wer nicht hören will...

.. So viel zum Thema viel schreiben. Nächster Versuch!
Mein Erster "Dinge, die ich Mag"-Beitrag enthält ein Tool, das ich eigentlich so gar nicht auf der Karte hatte, ohne das ich allerdings jetzt nicht mehr im Besitz meiner ganzen halbfertig geschriebenen Beiträge wäre.
Kurzes Statusupdate: Mein Laptop schnurrt wieder unter Mac OS, dafür habe ich allerdings nach meinem Ubuntu-Experiment meinen Standrechner endlich wirklich in Betrieb genommen. Neben der Windows-Partition zum Spielen (mein erstes Windows.. mit 20.) saß dort  bis vor knapp einer Woche ein Ubuntu 10.10, das auf einem großen Monitor und mit vertrautem OS nebenan (für Notfälle) gleich viel mehr Spaß machte.
Bis vor einer Woche? Jahaa!
Meine Neugierde hat es geschafft, ich dazu zu bringen alle Warnungen in den Wind zu schießen und so updatete ich letzten Freitag auf Ubuntu 11.04.
Aus meinen diversen Backupdesastern der letzten Jahre hatte ich zwar etwas gelernt, es aber nicht für nötig gehalten, dies anzuwenden, da ja alle Wichtigen Sachen eh auf dem Mac oder in diversen gits schlummern. Dachte ich jedenfalls, bis die erste Linux-Kernel Panic meines Lebens auf meinem Bildschirm klaffte.



Schockschwerenot, das Suit-HOWTO! Und die ganzen Grafikschnipselchen! Wie komm ich da bloß wieder ran... Und was ist überhaupt passiert?
Ersteres weiß ich jetzt, letzteres... Naja.
Aber fangen wir von vorne an. Nach ein bisschen recovery shell-pieksen und dem gescheiterten Versuch, die grub.cfg von unserem Vorhaben zu überzeugen (wurde mit "can't open file for writing" quittiert) kamen vIiRuS und ich zu dem Schluss, dass /dev/sda5 (meine Linux-partition) aus irgendeinem Grund nur read-only gemounted wird. hmmm.
Allerdings lag in /home/ ein Ordner namens "lotte". Dieser enthielt jedoch nicht (wie naiv erwartet) meinen Krempel, sondern

Acces-your-Private-Data.desktop
.Private -> /home/.ecryptfs/lotte/.private
.ecryptfs->/home/.ecryptfs/lotte/.ecryptfs

Örks. was?
Fragen wir mal die beiliegende  README.txt:

THIS DIRECTORY HAS BEEN UNMOUNTED TO PROTECT YOUR DATA.
from the graphical desktop, click on:
"access your private data"
or from the command line, run
ecrypfs-mount-private

Nach einigem Googlen und befolgen von nicht funktionierenden Anleitungen ( der hier , die im endeffekt auf diese verwies) landete ich hier.

Ich hätte mir zwar einiges an Wut- und Schweißausbrüchen ( Encrypted private directory is not setup properly.. DEINE MUDDER!) sparen können, hätte ich jeweils die komplette Anleitung gelesen (und somit gleich die Links zum aktuellen Tutorial verfolgt) anstatt sofort zu den Kommandozeilenbefehlen zu hechten- dann hätte ich allerdings nicht die "evolution" des an-seinen-verschlüsselten-Ordner-herankommens gesehen und mich nicht ganz so sehr über die doch recht bequeme neue Lösung gefreut:
sudo ecryptfs-recover-private eingeben und den Anweisungen folgen. Das Terminal verrät dann, wo das Verzeichnis read-only gemounted wurde und man kann seine Dateien dort herausfischen. Würde ich zwar immer noch ungern meiner Verwandtschaft am Telefon diktieren, aber es ist eine extreme Verbesserung zu den Hacks davor. Hach.

Und was lernen wir daraus? Backups sind IMMER wichtig, RTFM before you use it und ab jetzt benutz ich nur noch TrueCrypt.

Freitag, 25. März 2011

Zweiter Streich: Pidgin und mehr Platz dank GlobalMenu

Nachdem ich gestern Jabber, Mail etc eingerichtet, ein wenig über Pidgin geflucht, die Integration von Rhythmbox gefeiert und mich dann der analogen Welt zugewandt habe, stand auf dem Tagesplan für heute:
  • Pidgin aufhübschen
  • Global Menu einrichten
PIDGIN.
Adium, wie ich es mir unter Mac OS eingerichtet habe vs Pidgin:



...Merkste wat?
Das Ekelhafte ist nicht, dass Pidgin unnötig Platz und Aufmerksamkeit an bloaty Trennleisten und wuselige Icons verplempert. Das default-Adium sieht ähnlich aus. Das Ekelhafte ist, dass sich Pidgin- im Gegensatz zu Adium- wohl nur über das Editieren von XML-Dateien aufhübschen lässt. Unter Tools-> Plugins findet sich auch alles, nur kein Theme/Skin-Plugin. Nebenher machte sich noch eine Unart bemerkbar: einige (ja, einige, nicht alle. das lieb ich ja sowieso.) Plugins muss man, um sie zu konfigurieren, unter Tools>Plugins>$PLUGIN auswählen, um dann auf "configure Plugin" klicken zu dürfen, um zur Konfiguration zu gelangen. Andere werden geschickt an unauffäligen Stellen in eins der Drop Down-Menüs geknotet.
Diese Inkonsitez scheint sich konsistent durch andere Programme zu ziehen. Weee! \o/
Wenn ich ein Plugin installiere, dann soll sich das in Preferences einschmiegen und ich will es von dort aus konfigurieren können, bittesehr.

Da ich keinen Nerv habe, dieses Programm über 9000 mal neu zu starten, bis es einigermaßen annehmbar aussieht, ist dieses Vorhaben vorerst im Suspend. Ich halte Bier bereit für den Fall, dass ich mit Menschen Kommunizieren und dabei diesen Autounfall von einer GUI angucken muss.

Kommen wir zu etwas erfreulicherem. Ich habe mehr Bildschirmplatz! Möglich gemacht wird dies durch Global Menu. Deren (simple) Anleitung funktioniert zwar nicht, aber es gibt ja tollerweise genug hilfsbereite Leute.

Leider klappt das ganze auch nicht immer:



Da u.a. Firefox wohl sein eigenes Toolkitsüppchen kocht.
Wie in obig verlinktem Blog angedeutet, scheint es auch ein Ubuntueigenes Global Menu zu geben, da werde ich auch mal reingucken, sobald ich mich vor etwas anderem drücken will.

Vielleicht sollte ich noch anmerken, dass ich mich liebend gerne korrigieren lasse, wenn ich mich verrante. Oh, und in Bälde (sobald ich mehr Erfahrungen gesammelt habe) gibt's den ersten "Things I actually liked"-Post. Fortschritt!

--- Update: ----
Dank Amons Hilfe sieht mein Pidgin jetzt so aus:




puhh. Erlösung. Ich finde es denoch fragwürdig, dass mich die ganze Aktion 2 Tage und einiges an Herumfragerei gekostet hat... Aber dazu später mehr.

Donnerstag, 24. März 2011

Einschub: Käthe.

Ich habe die letzten Tage mit SEHR viel Fluchen verbracht. Um genau zu sein, ich habe gerade so fest auf meine Tatur geschlagen, dass mein Rechner ausgegangen ist.
Aber irgendwo um den 50. Kraftausdruck herum fiel mir auf, dass ich vielleicht kurz klarstellen sollte:

I rant because I love.

Ich teste Ubuntu nicht ohne Grund. Ich mag die Idee von Open Source Software sehr, und deshalb ärgert es mich umso mehr, wenn die Distribution, die sich Benutzbarkeit und allgemeine Fancyness auf die Fahnen geschrieben hat, der breiten Verbreitung von Linux Steine in den Weg legt- oder sie nicht wegräumt.
Worau ich hinaus will: Ich habe großes Interesse daran, dass Ubuntu- oder irgendeine andere hübsche Distribution- sich weit verbreitet und auch in Tante Käthes Haushalt Einzug hält.
Zur Zeit hat die arme Käthe nämlich 2 wenig Prickelnde Szenarien zur Auswahl:

a) Sie geht in den Elektronikfachhandel ihre Vertrauens oder um die ecke, besorgt sich einen hübschen Plastelaptop mit vorinstalliertem Windows und legt los. Wirklich angenehm zu bedienen ist der nicht, aber dafür weiß Sohnemann/Tochterherz höchstwahrscheinlich Bescheid, wie man das Ding zum laufen bekommt.
b) Sie kauft sich einen für ihre Zwecke vollkommen überdimensionierten und überteuerten Mac, Spielt 2 std lang damit herum, hat verstanden wie das Ding geht, Sohnemann/Tochterherz hat zwar seine Ruhe, aber Käthe unnötig viel geld ausgegeben.

Mir ist Käthe-Kompatibilität™ sehr wichtig. Dass der "Unterbau" eine tolle Sache ist, daran hege ich recht wenige Zweifel. Ich finde es nur schade, dass der auf so wenigen Rechnern glänzen kann.
Und ich würde auch gerne meinen Teil dazu beitragen, diese Kompatibilität herzustellen! Um überhaupt erstmal herauszufinden, was meiner Meinung nach getan werden muss, wie ich das tun kann und ob mein Nervenkostüm da mitspielt, schreibe ich diesen Blog.

(Fun Fact: ich trage gerade sogar eine senfgelbe Strickjacke. Käthe-Style. 8) )

Einleitung und erster Streich

Als ich nach einer hitzigen Diskussion über Mac OS vs Linux mitten auf der Warschauer Brücke bei 10° und Nieselregen den Bus bestieg, fiel mir auf, dass ich der seit Monaten auf meiner Festplatte schlummernden Ubuntu-Partition eigentlich nie eine faire Chance gegeben habe.
Nachdem sie eindeutig bewiesen hatte, dass es mit dem vertrauten "ich pack's aus und es läuft wie ne 1" Gefühl von Mac OS noch weit her ist, habe ich es bei einer spaßeshalberen XMonad-Installation und ein paar Rants belassen und weiterhin ausschließlich mit Mac OS gearbeitet. Nachdem mir das im letzten Jahr aber des öfteren und massiv um die Ohren geflogen ist (kann auch Eigenverschulden sein, würde gerne mehr über die Gründe lernen) und ich mit Apples Firmenpolitik (und langsam auch ihrer Software) mehr und mehr Bauchschmerzen bekomme— oh, und weil mein Appeltje kurz vorm abnippeln ist— ist es an der Zeit, sich ernsthaft nach Alternativen umzusehen.
Als Kind einer Grafikdesignerin bin ich zwischen Macs aufgewachsen und habe den Windows-hass mit der Muttermilch eingeflößt bekommen. Das, und die Tatsache dass ich weder das Nervenkostüm noch die Geduld für ein schlechtes proprietäres Betriebssystem habe (auch wenn's das dank MSDNAA umsonst gibt), hat Windows von vorne herein aus der Diskussion genommen.
Da es auch nicht allzu Obskur werden sollte (besagte Ungeduld, wissenschon), blieb also noch Linux. Da war doch was...

Nun sitze ich gerade im Zug nach Westdeutschland, um dort Freunde und das Land, aus dem mein Perso kommt (die Niederlande) besuchen zu gehen und habe beschlossen: Sobald ich ausgestiegen bin, wird Mac OS nur noch benutzt, wenn es kein Linuxtool für die Aufgabe gibt, das (ganz wichtig) zumutbar ist.
Womit wir beim Thema wären.
Einige ahnen es vielleicht schon: Ich bin ein Klickibuntinazi. Einfach weil ich hübsche, intuitive und vor allem gut durchdachteDinge mag. Es ist nicht so, dass ich nicht bis zu einem gewissen Grad mit Konsolen klarkäme. Lustigerweise mache ich sogar unter Ubuntu das, was ich will, fast immer mit dem Terminal, weil ich Metacity— und das ganze standard-Gnome— nicht ertrage. Dieses gedankenlos aus Windows- und Mac OS - Bedienphilosophien zusammengerotzte und mit shiny stuff überkippte... Dings. Allein wenn ich Menübars IN JEDEM EINZELNEN VERDAMMTEN FENSTER sehe, könnt ich Eimer kotzen. Oh, in Kombi mit einer nicht ausgenutzten Mac OS-ähnlichen Leiste oben und einer Ablage unten? Sagte ich Eimer? Bringt die Badewannen!
Kurz: wenn die eh schon knappe Fläche meines 13"-Displays grundlos zugemüllt wird, tut mir das Körperlich weh.
Und das ist einer der Kritikpunte, wegen derer ich mein Ubuntu bisher nur vom wegsehen kenne. Ein anderer:
Nachdem nach viel Heckmeck die Partition endlich stand, ging's ans Tastaurlayout. mal ganz abgesehen davon, dass ich die Position der ctrl-taste für ein Konstrukt der Sehnenscheidenentzündungstherapieindustrie halte ( in >10Jahren Mac OS habe ich mir angewöhnt, die gute alte Apfeltaste, die bekanntlich gleich neben der Leerzeichentaste liegt, mit dem Daumen zu drücken. Verrenkungen bei ctrl vorprogrammiert), habe ich eine geschlagene halbe Stunde gebraucht, bis ich meine ersten [ ] { } tippen konnte. Warum? Naja, es gibt zwar ein auswählbares Tastaurlayout namens "Macbook". Aber das heißt NICHT, dass dann schon die Ebene für die Sonderzeichen freigeschaltet ist... Neheeeein, das muss man erst unter >system>keyboard preferences>options>keys to choose 3rd level>enter on keypad zulassen.
m(.
Als ich meinem Gesprächspartner von der Warschauer das erzählte, lachte er kurz, sagte, das sei allerdings ein Fail, empfahl mir neo2 zu benutzen, hielt kurz inne und frug dann – "Hast du denn nen Bug report abgeschickt?"
Und da machte es klack. Hatte ich nämlich eben nicht. Weil ich von meinem an sich sehr schönen Betriebssystem gewohnt war, dass man an seinen hässlichen Seiten nix machen kann. Dit kanns doch auch nich sein...
Und deshalb werde ich, bis ich wieder Berliner Boden unter den Füßen habe, fleißig Screenshots machen und ranten und Bug reports und Tagebucheinträge schreiben und mich hoffentlich auch über fixes und tolle Funktionen freuen. Und wer weiß, vielleicht lern ich ja sogar, wie man manche Dinge selber fixt.

(Für  das ctrl-Problem gibt es btw eine schönen Alternative: ctrl auf die caps-lock-Taste legen. Die sollte eh keine Sau brauchen. (*hust*). Bequem mit dem kleinen Finger erreichbar, Autorin glücklich. )

Auf gehts!

Testumgebung

Macbook 1.1 mit Ubuntu 10.1 und XMonad, mal sehen ob mir das lieber ist als Metacity, werd ggf. beides durchprobieren. Oder was ganz anderes nehmen. We'll see!

warum Ubuntu?

Ganz ehrlich? Weil es auf meinem Rechner ist. Und weil es Arschkrampf genug war, es da rauf zu bekommen, werde ich da vorerst nix neues drüberbügeln.
Es fehlt mir schlicht an Erfahrungen, um zu wissen, ob ich nicht doch lieber Debian oder FreeBSD oder.. benutzen sollte. Unter anderem ist auch das Ziel dieses Experiments: rauszufinden was ich will und brauche und welches System diese Anforderungen am ehesten erfüllt- um dann in der Lage zu sein, es meinen Bedürfnissen anzupassen.

ähh, und warum XMonad??

Weil ich schon immer mal mit nem Tiling Windowmanager rumspielen wollte. Und XMonad ist in Haskell geschrieben. Und awesome hat ja jeder, das wär zu einfach.. ;)

wenn du hübsche Dinge magst, warum sieht dein Blog dann so scheiße aus?

War mit der Installation und Einrichtung von Ubuntu beschäftigt. Siehe unten.

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Tja, denkste Puppe! Einmal angekommen klappte ich schwer motiviert meinen Rechner auf, klickte auf den mir fröhlich entgegen lächelnden Tux und sah.. nichts. Ich habe mir wohl in irgendeiner Kamikazeaktion die boot-partition zerschossen. Juhu!
Ich habe die letzten 1.5 Tage mit allerlei Versuchen, Ubuntu ohne CD-Laufwerk zu installieren, verbracht- es half alles nix. Durchprobiert habe ich einiges an Anleitungen  sowie Firewire Target Mode mit einem Mac, der noch im Besitz eines funktionstüchtigen Laufwerks war. Im Endeffekt hat mir das wunderbare @plaetzchen sein MacBook Pro überlassen, in das ich meine Festplatte einbauen durfte, um mit dessen Laufwerk endlich die Installation zu beginnen. Schon wieder so brutal. Ich weiß. Wer es auf meinem Rechner besser hinbekommt (und mir zeigt wie), bekommt ein Sixpack Bier von mir.

Jetzt aber los!