.. So viel zum Thema viel schreiben. Nächster Versuch!
Mein Erster "Dinge, die ich Mag"-Beitrag enthält ein Tool, das ich eigentlich so gar nicht auf der Karte hatte, ohne das ich allerdings jetzt nicht mehr im Besitz meiner ganzen halbfertig geschriebenen Beiträge wäre.
Kurzes Statusupdate: Mein Laptop schnurrt wieder unter Mac OS, dafür habe ich allerdings nach meinem Ubuntu-Experiment meinen Standrechner endlich wirklich in Betrieb genommen. Neben der Windows-Partition zum Spielen (mein erstes Windows.. mit 20.) saß dort bis vor knapp einer Woche ein Ubuntu 10.10, das auf einem großen Monitor und mit vertrautem OS nebenan (für Notfälle) gleich viel mehr Spaß machte.
Bis vor einer Woche? Jahaa!
Meine Neugierde hat es geschafft, ich dazu zu bringen alle Warnungen in den Wind zu schießen und so updatete ich letzten Freitag auf Ubuntu 11.04.
Aus meinen diversen Backupdesastern der letzten Jahre hatte ich zwar etwas gelernt, es aber nicht für nötig gehalten, dies anzuwenden, da ja alle Wichtigen Sachen eh auf dem Mac oder in diversen gits schlummern. Dachte ich jedenfalls, bis die erste Linux-Kernel Panic meines Lebens auf meinem Bildschirm klaffte.
Schockschwerenot, das Suit-HOWTO! Und die ganzen Grafikschnipselchen! Wie komm ich da bloß wieder ran... Und was ist überhaupt passiert?
Ersteres weiß ich jetzt, letzteres... Naja.
Aber fangen wir von vorne an. Nach ein bisschen recovery shell-pieksen und dem gescheiterten Versuch, die grub.cfg von unserem Vorhaben zu überzeugen (wurde mit "can't open file for writing" quittiert) kamen vIiRuS und ich zu dem Schluss, dass /dev/sda5 (meine Linux-partition) aus irgendeinem Grund nur read-only gemounted wird. hmmm.
Allerdings lag in /home/ ein Ordner namens "lotte". Dieser enthielt jedoch nicht (wie naiv erwartet) meinen Krempel, sondern
Acces-your-Private-Data.desktop
.Private -> /home/.ecryptfs/lotte/.private
.ecryptfs->/home/.ecryptfs/lotte/.ecryptfs
Örks. was?
Fragen wir mal die beiliegende README.txt:
THIS DIRECTORY HAS BEEN UNMOUNTED TO PROTECT YOUR DATA.
from the graphical desktop, click on:
"access your private data"
or from the command line, run
ecrypfs-mount-private
Nach einigem Googlen und befolgen von nicht funktionierenden Anleitungen ( der hier , die im endeffekt auf diese verwies) landete ich hier.
Ich hätte mir zwar einiges an Wut- und Schweißausbrüchen ( Encrypted private directory is not setup properly.. DEINE MUDDER!) sparen können, hätte ich jeweils die komplette Anleitung gelesen (und somit gleich die Links zum aktuellen Tutorial verfolgt) anstatt sofort zu den Kommandozeilenbefehlen zu hechten- dann hätte ich allerdings nicht die "evolution" des an-seinen-verschlüsselten-Ordner-herankommens gesehen und mich nicht ganz so sehr über die doch recht bequeme neue Lösung gefreut:
sudo ecryptfs-recover-private eingeben und den Anweisungen folgen. Das Terminal verrät dann, wo das Verzeichnis read-only gemounted wurde und man kann seine Dateien dort herausfischen. Würde ich zwar immer noch ungern meiner Verwandtschaft am Telefon diktieren, aber es ist eine extreme Verbesserung zu den Hacks davor. Hach.
Und was lernen wir daraus? Backups sind IMMER wichtig, RTFM before you use it und ab jetzt benutz ich nur noch TrueCrypt.
